Net Nerven!

Geistiger Duennschiss – fein portioniert!

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Zustelldeppen


Warum ist es in der heutigen Zeit nicht mehr möglich, dass man Briefe oder Pakete durch kompetente Leute zugestellt bekommt?
Hier zwei Geschichten, die mir innerhalb EINES Tages passiert sind.

1. Österreichische Post
Bestellung bei Zalando. Alles funktioniert reibungslos und anhand der Sendungsverfolgung sieht man auch schön, dass der Postdepp am Mittwoch keinen angetroffen hat, aber angeblich eine Benachrichtigung hinterlassen hat. Blöd nur, dass diese Benachrichtigung nirgendwo zu finden war.

Man sollte an dieser Stelle erwähnen, dass das Paket manchmal bei einem der Nachbarn abgegeben wird. Dann hat man entweder ein formloses PostIt mit der detaillierten Info „Paket Tür XY“ an der eigenen Wohnungstür kleben.
Oder der offizielle gelbe Post-Wisch mit selber Info liegt im Postkasten.
Selten kommt es vor, dass der gelbe Fetzen ordnungsgemäß ausgefüllt im Kasten liegt und das Paket beim zuständigen Postamt zu holen ist.
Und diesmal gab’s (zum zweiten Mal) gar keinen Wisch.

Somit wurde mal beim Postamt angerufen und nachgefragt, ob und wo das Paket hinterlegt wurde. Antwort: „Das befindet sich eh hier bei uns.“
Na Supa! Schmeck’s, du Off!

Gut, am Donnerstag Abend hab ich’s dann wenigstens problemlos mit der ausgedruckten Sendungsverfolgung abholen können:
post

[Nachtrag]: Die Mongos von Zalando haben’s geschafft, dass ich am Wochenende erneut zur Post muss, um einen Teil der Bestellung zurück zu schicken. Die Spasten haben nämlich eine falsche (hässliche, nicht tolerierbare) Jacke zur richtigen Rechnung geliefert. Der Wahnsinn geht also weiter.
Bin am Überlegen, ob ich einfach ein PostIt „Paket abzuholen“ beim Postamt an die Tür klebe und ein Foto davon an Zalando maile. Sollen die doch sehen, wie sie zu Ihrem Ochsendung kommen.
Ist irgendwie nicht meine Woche…

 

2. Speditionsfirma
Die zweite Geschichte trieb mich am selbigen Mittwoch ziemlich in den Wahnsinn und ich zweifelte echt wieder mal daran, dass wirklich jeder Mensch mit Hirn versehen wird.
Es geht darum, dass ein Gefrierschrank in mein Elternhaus geliefert werden sollte.
Am Montag kam das Mail, dass eine Spedition die Ware übernommen hätte und zwei Tage später war es dann auch soweit: Ich verpasste allerdings um 14:38 berufsbedingt einen Anruf einer 0664er-Nummer. Kommt ja von Zeit zu Zeit vor, dass der brave Arbeiter  mit den Kollegen auf Kaffeepause ist und sein Privathandy vernachlässigt. Gut, war mein Fehler.
Nach Abhören der Botschaft eines unfreundlichen Migrationsopfers auf der Sprachbox rief ich exakt fünf Minuten später um 14:43 zurück: Fragt so eine Jugo-Alte in er- oder gebrochenem aber vor allem unfreundlichem Deutsch, wann morgen wer zuhause ist, weil sie den verfickten Gefrierschrank grad nicht zustellen konnte. Ich schlag ihr 14-15 Uhr vor und gut war’s.

Dann rief ich die Hausherrin des Elternhauses an, um ihr darüber Bescheid zu geben. Also dass die das am Donnerstag liefern. Und so nebenbei stellte sich heraus, dass sie eh die ganze Zeit zuhause war und die Zustellmuschi offenbar nicht mal einen Zustellversuch unternommen hat.
Also hab ich die Tante um 14:47 nochmals angerufen und gemeint, dass doch eh jemand zuhause wäre, dass sie den Krempel eh jetzt liefern kann. Faucht die Pusztamutti wieder in den Apparat, dass sie „jetzt schon ganz woanders wäre“. HÄÄÄ? Innerhalb von 9 Minuten? Das ist dort geografisch und verkehrstechnisch schon gar nicht möglich. Oder es handelte sich um Rudolfinova und war mit ihren Rentieren in Überschallgeschwindigkeit unterwegs.

Und genau das ist der Punkt den ich nicht packe: Denn wenn man eine Gehirnzelle hat, könnte man anhand der Adresse zumindest versuchen, das Teil zuzustellen. Und wenn man gesegneterweise zwei oder sogar noch mehr solcher Zellen hat, ruft man nicht erst an, wenn man gerade an besagter Adresse vorbeifährt – sondern vielleicht eine Stunde vorher um zu klären, ob’s jetzt dann mal passen würde.

Jedenfalls hat es heute (Donnerstag) dann geklappt. Ich wurde zwar – entgegen meiner Bitte – erneut angerufen als der Zusteller (diesmal ein österreichischer Kerl) nur wenige Minuten vom Haus entfernt war, aber ich hab den Anruf sofort entgegengenommen. Mit dem Typen konnte man wenigstens normal reden, war ganz freundlich. Er hat sich dann im Garten wohl auch noch für die Obstbäume und Nachbarhäuser interessiert, machte also mehr als nur einen Job.
Hauptsache der Gefrierschrank ist da.

Um dem Kind einen Namen zu geben: Es handelte sich hierbei um die Speditionsfirma Huber (Obersteiermark?). Wie die beiden Protagonisten heißen weiß ich leider nicht. Die Alte hat sich beide Male mit „Biddäää?“ gemeldet und der Typ nur mit „Spedition Huber“.

Traurig halt, dass einzelne Leute einen ganzen Betrieb in Verruf bringen können.

2 Comments

  1. Spedex

    Vielleicht hotsi da Speditions-Huber-Kerl aufgrund späterer „Nachforschungen“ für die Nachbarhäuser interessiert…

  2. wagelero

    Die Post muss sparen (warum sie das muss möchte ich gar nicht ausführen). Also schmeißen sie die kompetenten Leute raus und holen billige und immer billigere „Arbeitskräfte“, die dann zwar billig sind, aber leider nicht so zuverlässig. Zum einen, weil sie die Postarbeit nicht gelernt haben und ortsunkundig sind, zum anderen, weil sie manchmal schlicht und einfach nicht in der Lage sind sich zu verständigen. Wobei ich mir nicht einmal sicher bin, ob die direkt bei der Post angestellt werden, sondern von Subunternehmen, mit denen die Post einen Vertrag hat, und diese Subunternehmer selbst gerne wieder Subunternehmer beauftragen.

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