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Geistiger Duennschiss – fein portioniert!

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Chilis

Es gab auf dieser Seite schon mal eine Rubrik über mein Hobby, Chilis jährlich selber zu ziehen. Die wurde aber aus verschiedenen Gründen deaktiviert. Und anstatt eine verjährte bzw. -waiste Seite zu reanimieren, mach ich das lieber direkt neu.

Also, kurz ein paar Schlagworte oder Anmerkungen, wie ich wo und was gemacht habe, um voraussichtlich im August die ersten Früchte zu ernten.

Anfang Februar hab ich bei Mopeppers Hotshop die Samen dreier unterschiedlicher Chilisorten (Aji Limo, Cayenne und Pequin de Ischia) bestellt. Ich habe bis jetzt nur ausgezeichnete Erfahrung mit dem Händler, auch preislich kann man nicht motzen: 15 Samen einer Sorte bekommt man um rund 2,50 Euro. Die Erfolgsquote ob ein Samen keimt lag bei mir noch jedesmal bei über 80 Prozent. Vorweg: Auch dieses Mal waren es 33 von 39 Samen – was einer Quote von über 84% entspricht.

Am 8.3.2017 wurden 39 Samen aufgeteilt auf drei Zimmergewächshäuser in entsprechender Anzuchterde ausgesät.
Ich benutze meist diese Anzuchttöpfe und ganz normale Anzuchterde, die man meistens ab Februar in Supermärkten kaufen kann. Von Blumenerde würde ich eher abraten, da ich glaube, dass da nicht genug Nährstoffe für verzehrbare Pflanzen drinnen sind. Besser Erde für Tomaten/Paprika nehmen.
Die Töpfe mit Erde befüllen, ein wenig festdrücken, bewässern, Samen drauf und ca. 5 mm mit weiterer Erde bedecken, und in die Gewächshäuser pferchen. Danach ein helles Plätzchen in der Bude suchen und warten.

Nach knapp 2 Wochen waren dann fast alle Samen aufgegangen, wobei man an der Länge der Keimlinge erkennen kann, dass die Dinger etwas zu wenig Sonnenlicht bekommen haben. Notiz an mich selber: Gewächshausdeckel besser reinigen.

Ein paar Regeln sollte man bei der Wahl des Standortes beachten, wie z.B. dass man die Anzuchthäuschen nicht auf eine kalte Fensterbank stellen sollte, da diese meistens zu kalt sind. Es gäbe sogar beheizbare Kisten, aber das ist mir dann schon zu steril und schräg.

Die Samen keimen jedenfalls bei konstanter Zimmertemperatur und feuchter Erde am Besten. Und vor Katzen oder sonstigen hungrigen Hausbestien sollte man sie sichern.

Viel mehr gibt’s noch nicht zu sagen, ich werde heuer aber auf alle Fälle öfters einen Statusbericht schreiben – allein schon, um nächstes Jahr wieder ein paar Fehler auszumerzen.

Ach ja, von den Keimlingen die brauchbar sind, bleibt ein Drittel als Topfpflanzen bei mir im Bestand, eine Pflanze kommt zu mir ins Büro und je ein Drittel kommt in unterschiedlich Gärten, also in „echten“ Boden.

Somit kann direkt verglichen werden, welche Auswirkungen verschiedene Parameter auf eine Samencharge hat.

Die Fotogalerie hier ganz unten wird laufend erweitert bzw. findet man sie auch hier: Chilis 2017

Abschließend als Buchtipp noch das Chili Pepper Buch 2.0 von Harald Zoschke sowie als Webseitentipp Pepperworld – da findet man Unmengen an Tipps, Tricks, Rezepten,…

 

2 Comments

  1. Blackie

    Ich mach bei der Chili-Züchterei nicht mehr mit. Bei mir gabs in den letzten Jahren immer nur Paprikageschmack (und Schärfe) oder Höllenfeuer (im wahrsten Sinn des Wortes)! Völlig unberechenbar das Zeug! :-|

    • chefgue

      Da würde sich ein Chili-Roulette als Saufspiel perfekt anbieten :-)

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