Net Nerven!

Geistiger Duennschiss – fein portioniert!

Kulinarisches

Schnitzelpracker

Wie nennt man das Teil eigentlich genau? Schitzelpracker, Schnitzelhammer, Schnitzelklopfer,…?

Ich steh ja drauf, bei solch grundlegenden Fragen in der Recherche auf völlig unnützes Wissen zu stoßen, mit dem dann bei der nächsten alkoholgeschwängerten Unterhaltung geprotzt und den anderen auf den Arsch gegangen werden kann.

So stieß ich direkt auf „Fleischhammer“.
Haha, ich finde die Überordnung interessant. Welches Fleisch außer Schnitzel klopft man mit dem Teil sonst noch? Von fragwürdigen Erziehungsmaßnahmen mal abgesehen.
„Fleischpeitsche“ kenn ich, aber „Fleischhammer“? Naja…

Ich bemerkte vor einigen Tagen jedenfalls, dass ich seit jeher Probleme mit dem Schnitzelpracker habe.

Es begann 2007, als ich einen Freund zum Pre-Match-Schnitzel-futtern-und-Bier-trinken einlud und nach auflegen der Schnitzel auf die Arbeitsplatte feststellte, dass ich keinen Schnitzelhammer habe. Das Problem wurde mit einer Bierflasche mehr schlecht als recht gelöst. Zu groß war die Angst durch Kraftüberschuss das Glas zum Bersten zu bringen und dem Genießer durch Splitter im Fleisch eine falsche Knusprigkeit vorzugaukeln.

Im Stadion hatten wir dann später noch jeder eine Schnitzelsemmel mit und erzählten unseren Leuten vom zwischenzeitlichen Problem, welches dann zu Weihnachten von einer Bekannten vermeintlich gelöst wurde: ich bekam ein Schnitzelklopfgerät geschenkt – allerdings hatte ich kurz davor selber bereits ein neues gekauft.

Auch nicht schlecht, so hatte ich zwei. Und selbstlos wie ich bin, schenkte ich ein paar Wochen später einen der beiden weiter, da jemand vor einem ähnlichen Problem stand wie ich einige Zeit davor.

Der Klopfer den ich behalten hatte war aus Holz mit zwei Metalleinsätzen. Müsste der da gewesen sein.

Zumindest kann man direkt von dem abraten, weil sich irgendwann durch die Feuchtigkeit beim Waschen das Holz spaltete und die Metalleinsätze rausfielen. Dreck.

Ok, grade gemerkt, dass das Drecksding noch in einer Schublade liegt. Kann anscheinend zwar nicht kicken, fühl mich dennoch grad wie Messi.

Holzschnitzelhammer

Also wieder mal in irgendein Geschäft und einen neuen gesucht und gefunden. Das Ding hatte innen noch irgendein Gewicht, welches wohl die Trägheit ausnutzen und für mehr Wucht sorgen sollte. Keine Ahnung wie man das nennt, aber auf der Suche danach stieß ich soeben erstmals auf das Wort plattieren, welches im Duden zwar nicht mit Fleisch oder Schnitzeln assoziiert wird, aber auf diversen Kochplattformen doch dafür benutzt wird, was ich damit vorhatte.

Jedenfalls war der Hammer der scheißeste Hammer ever. Das Schnitzelpracken hörte sich an wie ein Flamenco-Tänzer mit Kastagnetten, der von eingeborenen Buschtrommlern begleitet wird. Tschagga-Bumm-Tschagga-Tschagga-Bumm-Bumm-Tschagga… Horror. Müll.

Der letzte Hammer den ich gekauft habe erfüllt seinen Zweck nahezu perfekt. Wenn nur das scheiß Material nicht wäre. Ich glaube der ist aus Alu. Klingt jetzt vom Gewicht her tragischer als es ist, ich vermute da ist noch ein schwererer Kern im Hammerkopf.

Grade auf Wikipedia den Eintrag zu Fleischklopfer gelesen. Haha, da wird auch ein „Plattiereisen“ angeführt.

Auf alle Fälle ist das Problem nicht die Form oder Funktionsfähigkeit des Aluklopfers, sondern eben das Material. Das Ding färbt schwarz ab. Liegt wohl am Geschirrspüler, sollte ich mir merken. Aber für die paar Mal im Jahr. Naja. Und ich scheine nicht der Einzige mit diesem Problem zu sein, wenn man einer Rezension auf Amazon Glauben schenken darf.

Schnitzelabfärbpracker IMG_8143

 

 

Obwohl das angeblich ungiftig und harmlos ist, besser zuerst mal ordentlich putzen, waschen, abspülen, schmirgeln, desinfizieren – dann Schnitzel pracken und zubereiten. Mahlzeit.

Schnitzel

1 Comment

  1. Blackie

    Sieht gut aus das Schnitzerl, nur die Tunke fehlt, ne!

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