Eine sinnlose Abwandlung eines Ratespiels bzw. Glücksshow ist wohl die Arschlochsendung Bingo. Zu sehen jeden Samstag um 18:20 auf Orf2. Allein der Sendeplatz spiegelt die Relevanz dieser Sendung wider.

Unpackbar: Da stehen drei Kandidaten in bunten 80er-Disco-Leiberln hinter ihrem Pult und müssen Fragen aus verschiedenen Gebieten beantworten. So weit so gut. Glaubt man aber, dass es hier um Wissen geht, liegt man völlig falsch. Denn sobald die Christl ihre Frage gestellt hat, hämmern die Bingo-Mongos wie irre auf ihren Buzzer. Per Zufall erhält dann einer der vertikal verbauten Tragelemente die Aufmerksamkeit. Nicht selten kommt es dann allerdings vor, dass außer Gestammel und ungläubiges Blicken nichts Brauchbares aus der Kukidentfresse kommt.
Wozu malträtieren die ihre Druckknöpfe, wenn sie eh keinen Dunst von irgendwas haben? Wahrscheinlich, weil es für falsche Antworten keinen Punkteabzug gibt. Für jede richtige Antwort gibt es allerdings 100 Euro. Irgendwann später kann man anscheinend die erspielte Summe noch verzocken.

Da der Altersschnitt der Teilnehmer und des Publikums nur knapp unter dem dreistelligen Bereich liegt, wundert es mich, dass da noch keiner vor Stress, Aufregung und Anstrengung umgekippt ist.

Ganz durchschaut hab ich das ganze Spielsystem allerdings noch nicht (gut, hat bei Tutti Frutti auch keiner), aber ich krieg’s auch immer nur am Rande mit. Eigentlich nur, wenn ich bei meiner Mutter zu Besuch bin und sie die Sendung schaut während ich auf der Presshütte einen Krapfen in die Keramik setze. Und das ist gut so.