Net Nerven!

Geistiger Duennschiss – fein portioniert!

Verkehr

Fahrverbot

Wie an anderer Stelle schon erwähnt, wurde ich ja unlängst von einem rücksichtslosen Autofahrerrüpel gedisst, der dann als Belohnung meinen Mittelfinger betrachten durfte.

Da ich vergangenes Wochenende wieder in Österreich, wieder mit Leihwagen, wieder mit slowakischem Kennzeichen unterwegs war und es erneut einen kleinen Zwischenfall gab, versuchte ich die Gründe dafür zu erforschen.

Naja, eigentlich ist es offensichtlich, dass dieses Nazivolk einfach nur Ausländer hasst.
Als im Ausland wohnender Ausländer darf ich das sagen. Und schreiben. Und denken. Es herrscht schließlich ja Rede-, Schreib- und Meinungsfreiheit.
Gedanken sind auch frei.
Die Straßen allerdings nicht.

Denn so kam es am Samstag, als ich mit dem Bratislava-Dacia nach einer Wanderung zur Rudolfswarte am Weg zurück zu meiner Zweitresidenz war. Umweltschonenderweise wollte ich da nicht blöd einen Umweg fahren, sondern cruiste auf einer komplett unbefahrenen Einbahnstraße (Martinhofstraße) gegen die vorgegebene Fahrtrichtung, um schneller ans Ziel zu kommen.

Leider war sie nicht komplett unbefahren, denn kurz vor Erreichen der rettenden Ankerstraße (welch grandioses Wortspiel!) kam mir ein Läufer mit Kinderwagen entgegen.

Man muss sagen, dass die Straße breit genug wäre, dass auch zwei Autos locker nebeneinander fahren könnten. Warum die Durchfahrt nur in eine Richtung erlaubt ist entzieht sich meiner Kenntnis.

Jedenfalls sah ich den Läufer, der in der Straßenmitte lief, und fuhr entsprechend weiter nach rechts. Plötzlich lief der auch nach rechts, was mich dazu veranlasste, nach links zu fahren. Was macht mein Kontrahent? Rennt auch nach links. Normalerweise muss man da einfach draufhalten und die Sache als Kollateralschaden abtun. Die 800 Euro Selbstbehalt des Mietautos ließen aber die Vernunft siegen: Ich bremste und blieb etwa 5 Meter vor ihm stehen.

Als er wild gestikulierend auf das Nummernschild deutete, vermutete ich… nein, ich vermutete nichts und ließ wieder mal das Fenster runter. Wissend, dass er dachte ich wäre ein Slowake, wartete ich innerlich grinsend ab, was er wohl sagen würde.

Da deutete er nochmals aufs Kennzeichen und sagte durchs offene Fenster nach kurzer Überlegung lediglich erbost „Fahrverbot!“.

Ich entgegnete ihm dann ich meiner höflichsten Art: „Jooooo, i waaß eh. Tschuldige, i bin ma vafoahn.“
Nach einem verwunderten Blick seinerseits murmelte er irgendwas wie: „Besser aufpassen!“, dem ich noch ein „Guat, as nexte mol.“ erwiderte.
Da war er aber schon wieder dahin.

Ich frage mich aber wirklich, ob er nur wegen des Kennzeichens den Blockwart raushängen ließ oder es auch bei einem Inländerauto gemacht hätte.

Klar, ich war im Unrecht und missachtete mit vollem Vorsatz die Regeln der StVO, aber soll man nicht leben und leben lassen, wenn kein Leben in Gefahr ist?
Oder zumindest mir nicht am Oasch gehn? Ich weiß es nicht. Fand’s aber dennoch amüsant. Irgendwie.

Was auch noch amüsant ist, sind kleinwüchsige Menschen. Ich weiß, man soll sich nicht über die Liliputs lustig machen, aber wenn bei der Autorückgabe die Tante so klein ist, dass sie trotz Springens die Heckklappe nicht erreicht und ich ihr beim Schließen helfen muss, dann darf man schon mal schmunzeln. Machte Cartman ja auch dezent diskret.

Ich hatte früher am Tag zufällig ein Foto vom offenen Kofferraum gemacht – das war aber eher dem Schneefall geschuldet:

Besser, ich hätte mal nachgemessen, denn komischerweise fehlt genau diese Abmessung (H3) in der technischen Doku von Dacia auf Seite 6.

5 Comments

  1. Pozilei

    Wenn der Kinderwaglhawi a Kiwara gwesn wär: 50 Euronen mindestens!!!

    https://autorevue.at/bussgeldrechner

    • chefgue

      Richtig: „mindestens“.

      Weil zu langsam war ich auch nicht unterwegs.

  2. Blackie

    Dacia.
    Ausländer.
    Slowakisches Kennzeichen.
    Gegen die Einbahn.
    Dacia.

    Oida, da wunderst Dich?

    • chefgue

      Ich wundere mich ja nicht wirklich.

      Hätte selber vermutlich aber nicht so besonnen reagiert und an seiner Stelle direkt aufs Auto eingetreten, wie sonst nur auf Taxis.

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